Empfehlungen

"Die Wahrheit hat tausend Hindernisse zu überwinden, um unbeschädigt zu Papier zu kommen, und von Papier wieder zu Kopf."



Hier finden Sie Bücher, Websites, Videos und Blogs, die ich gut finde. Da ich ziemlich viel lese, wird diese Seite auch immer mal aktualisiert.

Ein Großteil meiner Empfehlungen ist nicht deutschsprachig. Hier - bei uns - passiert halt auf dem Gebiet der Softskills nicht allzu viel. Falls vorhanden, gebe ich die deutsche Übersetzung an. Fast alle Texte sind gut lesbar, wenn nicht, vermerke ich das ganz deutlich.

Auch hier verzichte ich auf eine wissenschaftliche Form der Literaturangaben - ich wüsste ja auch gar nicht an welcher fachlichen Version ich mich orientieren sollte, Softskills gehören zu keiner Fakultät.

Liebe Studenten,
wenn Ihnen die Bücher zu teuer sind, schlagen Sie doch Ihrer Bibliothek die Anschaffung vor. Dann können sich noch mehr Leute daran erfreuen.


Zeitmanagement / Selbstorganisation

David Allen, Wie ich die Dinge geregelt kriege. Selbstmanagement für den Alltag, 2007 (engl.: 2001)

Den deutschen Titel finde ich nicht so schön. Im Original heißt das Buch sowie die Methode "Getting Things Done", kurz: GTD (2001).
GTD ist meiner Meinung nach die einzige wirklich umfassende Methode für die Selbststrukturierung. Mit keinem Ordnungsdetail wird der Leser allein gelassen. David Allen ruht erst, wenn alle Dinge ihren Platz gefunden haben und unser Kopf frei ist zum Denken.

Präsentation/ Visualisierung / Design

Nancy Duarte, Slide:ology oder Die Kunst brillante Präsentationen zu entwickeln, 2009 (engl.: 2008)
Duartes Buch ist ein Klassiker der Visualisierung. Schritt für Schritt lernt der Leser, Ideen zu Powerpoint-Folien werden zu lassen. Das Buch ist gut zu lesen, anschaulich und einfach ästhetisch.

Garr Reynolds, Zen oder die Kunst der Präsentation, 2009 (engl.: 2008)
Reynolds' Buch ist genauso ansprechend und lehrreich wie Duartes, nur sein Visualisierungsstil ist etwas anders - asiatisch-minimalistisch.

Edward Tufte, Beautiful Evidence, 2006
Tuftes Bücher sind nicht so leichte Kost, aber es lohnt sich. Soweit ich weiß, ist keiner der Titel ins Deutsche übersetzt und die Texte sind auch nicht ganz so leicht zu lesen. Bei Tufte liest und sieht man, wie man komplexe Informationen gekonnt visualisieren kann. Naturwissenschaft wächst hier mit Kunst zusammen.

Stephen Few, Now You See It, 2009
Stephen Fews Bücher (leider bisher nur in englischer Sprache zu haben) weisen Titel auf, die an Kinderbücher denken lassen: "Jetzt siehst Du es", "Zeig mir die Zahlen". Doch Vorsicht - so einfach ist die Sache nicht. Few ist Experte für die Visualisierung von Zahlen. Die Lektüre lohnt sich, muss aber streckenweise erkämpft werden.

Robin Williams, Design & Typografie für Dich, 2008
Die Designerin hat ein schönes und lehrreiches Buch gestaltet, das als Einstieg in das Thema "Grafikdesign" sehr gut geeignet ist. Mir hat die Lektüre Spaß gemacht.

Aus dem deutschsprachigen Raum habe ich zurzeit keine Buchempfehlung, nur zwei Lieblingslinks:

Überzeugend präsentieren, Blog von Dr. Michael Gerharz:
http://ueberzeugend-praesentieren.de/blog/
Gerharz hat auf Grundlage von Duarte & Co. seine eigene Visualisierungslehre aufgebaut. Wenn Sie sein Blog verfolgen, sind Sie immer auf dem Laufenden in Punkto Präsentation.

Hichert Partner
http://www.hichert.com/
Die Website der schweizerischen Beratungsfirma ist eine Fundgrube. Im "Schreckenskeller" finden Sie Horrordiagramme, Brutalo-Grafiken und Spaghetti. Ein wenig suchen müssen Sei schon auf der Seite, wenn Sie die wundervollen Anleitungen für Excel-Diagramme u.a. finden wollen.

Präsentation/ Rhetorik

Nancy Duarte, Resonate, 2010
Die Powerpoint-Queen geht hier neue Wege. Sie schreibt über die Kraft des Wortes. Der Titel bezieht sich auf die Resonanz des Publikums, die ein guter Redner bewusst erzeugen kann. Duarte analysiert klassische Reden wie z.B. "I have a dream" von Martin Luther King jr.

Mit diesem Buch beginnt eine neue Welle der klassischen Rhetorik. Duarte predigt keine PowerPoint-Abstinenz, doch sie zeigt, was außer der Visualisierung noch äußerst wichtig ist.

Garr Reynolds, The Naked Presenter, 2011
Wie schon beim Thema Visualisierung publizieren Duarte und Reynolds fast gleichzeitig zu einem neuen Thema. Die Beiden rezensieren sich gegenseitig und kooperieren - und das ist gut so. Reynolds hat einen etwas anderen Blick auf dieselbe Sache. Der Titel weist auf einen Redner hin, der ohne alle Hilfsmittel dasteht und präsentieren will.

Guy Kawasaki, Enchantement, 2011
Der Dritte im Bunde: Kawasaki kommuniziert eng mit Duarte und Reynolds. In seinem neuen Buch beschreibt er, wie ein Redner sein Publikum verzaubern kann - natürlich auch "ohne".

TED
www.ted.com
TED steht für: "Technology, Entertainment, Design". Zweimal im Jahr führt diese Organisation Konferenzen durch, auf denen faszinierende Denker ihre Vorstellungen auf faszinierender Weise präsentieren. Es ist eine wahre Video-Fundgrube - leider nur in englischer Sprache.

Kommunikation / Gesprächsführung

Eric Berne, Spiele der Erwachsenen (engl. Fassung von 1964)
Eric Berne ist Begründer der Transaktionsanalyse, die er unter anderem auf Basis der Psychoanalyse entwickelt hat. Das Buch führt in die TA ein und ist nicht ganz so schwierig wie andere seiner Publikationen, allerdings auch keine Ferienlektüre.
Die Transaktionsanalyse ist eine der Säulen der modernen Gesprächsführung.

Thomas Anthony Harris, Ich bin o.k., du bist o.k. (engl. Fassung von 1967)
Harris hat die TA noch weiter ausgebaut. Sein Buch ist wesentlich lockerer geschrieben als das von Berne.

Terry Sjodin: Body Talk
Terry Sjodin ist Expertin für Körpersprache und dazu begnadete Entertainerin. Ein Videoclip mit deutschen Untertiteln ist auf Youtube zu sehen.

Fortsetzung folgt